Den mit Freude erwarteten Besuch des Bezirksapostelhelfers David Heynes aus der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland verdankte die Kirchengemeinde Weingarten einem besonderen Anlass.
Der Apostel war von Stammapostel Jean-Luc Schneider für Sonntag, 12.10.2025, zum Gottesdienst für die neuapostolischen Kirchenämter nach Karlsruhe eingeladen worden. Für Samstagabend, 11.10.2025, war er beauftragt worden, mit der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Weingarten Gottesdienst zu feiern.
Als Grundlage seines Predigtvortrages wählte der Apostel ein Bibelwort aus der Apostelgeschichte 3 (Die Heilung des Gelähmten), den Versen 7 und 8: „Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Fesseln fest, er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.“
Zu Beginn des Gottesdienstes betonte der Apostel, dass er sich beim Betreten des Kirchengebäudes so gefreut habe, die eigentlich für ihn fremden Klänge eines Angklung zu hören, dabei aber auch die Musik wahrzunehmen, die in allen neuapostolischen Gotteshäusern gleich ist. Es sei ihm auch eine große Freude, mit der anwesenden Gemeinde Gott im Gottesdienst zu erleben, sein Wort zu hören und seine Sakramente zu empfangen.
Auch der Gelähmte im vorgelesenen Bibelwort habe Gott erleben dürfen; denn er habe eine Hilfe erfahren, die über seinen Verstand gegangen sei. Dazu habe es viel Mut und Vertrauen, sowie bestimmte Voraussetzungen gebraucht: Der Gelähmte habe die Hand, die ihn ergriff, festhalten und seinen Blick nach oben zu Petrus richten müssen. Seinen Blick nach oben richten zu können, setze Demut voraus, so der Apostel und ergänzte: „Wenn wir auf Gott schauen, dann nimmt er uns an seine Hand und lässt uns aus der Sünde aufstehen, weil wir noch alle Sünder sind.“
Dann hob der Apostel hervor, dass der Geheilte im Tempel geblieben sei und Gott gelobt habe. Es sei so wichtig, dass die Glaubenden in der Gemeinschaft blieben, wo ihnen geholfen werden könne, wenn sie Gott ihre Probleme und Nöte übergäben. Dies geschehe durch das Gebet. „Finde Zeit zum Gebet im Stillen, mit gefalteten Händen, vielleicht auf Knien und mit geschlossenen Augen, rede einfach mit ihm, damit du Gott und seine Liebe erleben kannst.“ Dies der Rat und die Schlussworte des Apostels.
Der folgende Predigtbeitrag wurde mit dem Chorlied „Ich will beten, du wirst hören…“ (Chorbuch 169) eingeleitet. In seiner Predigt sagte der Bezirksvorsteher Daniel Metz, dass das vorgelesene Bibelwort das Bild einer wiederaufrichtenden Kraft des Glaubens zeichne. Um sich vom Boden aus der Flachlage aufzurichten, bedürfe es besonderer Kräfte: die Überwindung des Schwerpunktes und der Schwerkraft. Die Zusage Jesu: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende…“ (Matthäus 28, Vers 20) gebe den Glaubenden Kraft, diesen Kräften entgegenzuwirken.