Am 30. März 2025 empfing die Gemeinde mit Apostel Martin Schnaufer, Leiter des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen, einen außergewöhnlichen Gast in Bruchsal. Begleitet wurde er von den beiden Leitern des Kirchenbezirks Tuttlingen, den Bezirksevangelisten Jochen Hübner und den Bezirksältesten Holger Knop.
Sie besuchten die versammelten Kirchengemeinden Bad Schönborn, Bruchsal und Bruchsal-Heidelsheim im Anschluss an ein Bezirksvorstehertreffen, das einen Tag zuvor in Karlsruhe stattgefunden hatte. Zum Abschluss dieses Treffens waren die Teilnehmer in verschiedene, umliegende Kirchengemeinden als Gottesdienstleiter entsandt worden.
Apostel Schnaufer verwendete als Grundlage den 20. Vers des 25. Psalms: "Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!"
Zu Beginn seiner Predigt ging er auf das vom gemischten Chor vorgetragene Stück "Heute, heute" eines unbekannten Komponisten ein (neuapostolisches Chorbuch Nr. 109), in welchem der Text von Psalm 95, 6-8 vertont ist. Wir mögen zulassen, das Gott Zugang zu uns hat, und mögen nicht verstockt sein. Dadurch gewönnen wir letztendlich die Zuversicht, uns hundertprozentig auf ihn verlassen zu können, und die Gewissheit: Gott ist da!
Bezugnehmend auf den 25. Psalm eröffnete Apostel Schnaufer den Teilnehmern, dass es bei Gott nicht das Risiko des Scheiterns oder des Verlierens gibt, wie viele es aus Schule oder Beruf kennen, denn: Keiner wird zuschanden, der seiner harret. Das Vertrauensverhältnis zu Gott verdeutlichte er anhand verschiedener biblischer Berichte. Darunter den Bau auf Fels statt auf Sand, ein Sinnbild unseres Vertrauensverhältnisses zu Gott, das allen Stürmen zu trotzen vermag. Oder ein Petrus in Ketten, zu dem ein Engel kam und sprach: "Steh auf!". Petrus' Kette fiel erst beim Aufstehen, nach seinem Zeichen des Vertrauens in Gottes Macht. Auch bei der Speisung der 5000 geschah das Wunder erst beim vertrauensvollen Verteilen der offensichtlich viel zu geringen Nahrungsmittel durch die Jünger. Apostel Schnaufer stellte danach die Frage, ob wir bereit seien, uns zu öffnen, die Verstockung hinwegzutun und damit neuen Impulsen Raum zu geben. Wie im Gleichnis des Zöllners und Pharisäers käme es nur auf die Grundhaltung an "Ich brauche deine Gnade, Gott!", gefolgt von der Erkenntnis "Ich lasse mir an deiner Gnade genügen!". Gott wolle uns ohne Zweifel vollenden, darum mögen wir offen bleiben für Freude und Begegnung untereinander und mögen mit Zuversicht in die Zukunft blicken.
Die beiden Bezirksleiter wurden jeweils für einen Predigtbeitrag an den Altar gerufen. In ihren Beiträgen unterstrichen sie die Verlässlichkeit Gottes, der mit uns ist und uns nicht verlässt, auch wenn manchmal der Grat schmal sei zwischen der vollen Gewissheit und dem Gefühl des Scheiterns. Wie bei Petrus, als er Jesus auf dem Wasser entgegenging und nach anfänglicher Gewissheit zu sinken begann, streckt uns Jesus immer wieder die Hand aus und zieht uns wieder hoch.
Im Gottesdienst empfingen Ingrid Schlenker-Dietrich und Michael Dietrich den Segen zur Goldenen Hochzeit. Die sehr persönliche, musikalische Einleitung der Segenshandlung erfolgte aus dem Kreis der versammelten Familie.