Jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli verwandelt sich die Brettener Innenstadt in eine beeindruckende mittelalterliche Kulisse. Eine Stadt feiert ihre Geschichte und erinnert an die erfolglose Belagerung Brettheims durch Herzog Ulrich von Württemberg und die Versöhnung der feindlichen Lager im Jahr 1504.
Der Sieg über die Belagerer bildet den geschichtlichen Hintergrund des Stadfestes, das 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der deutschen UNESCO aufgenommen wurde.
Es gehört zur Tradition des Peter-und-Paul-Festes, dass zum Auftakt ein großer ökumenischer Gottesdienst auf der Bühne des Kirchplatzes, direkt neben dem Melanchthon-Denkmal, gefeiert wird. Dieser Gottesdienst wurde in diesem Jahr von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK*) unter Mitwirkung der Katholischen Kirche Bretten-Walzbachtal, der Evangelischen Kirche Bretten und erstmalig auch der Neuapostolischen Kirchengemeinde Bretten durchgeführt.
Gemeinschaftlich gesungene Lieder, eine Bibellesung, Gebete und Fürbitten, das gemeinsam gesprochene „Vater Unser“ sowie eine Ansprache unter dem Motto „Prüfet und behaltet“ prägten den Gottesdienst, zu dem viele Teilnehmer bereits in historischen Festgewändern erschienen waren.
*Die ACK ist der Zusammenschluss christlicher Kirchen mit dem Ziel, die ökumenische Zusammenarbeit und die Einheit der Kirchen zu fördern.