Am 22. Februar 2026 feierte die vietnamesische Wandergemeinde in der Kirchengemeinde Weingarten das Neujahrsfest, das sich nach dem Mondkalender richtet. Ein weiterer Höhepunkt des feierlichen Gottesdienstes war der Segen zur Diamantenen Hochzeit, der gespendet wurde.
Nach asiatischem Brauch dauert das Neujahrsfest mehrere Tage und ist für die Vietnamesen das höchste Fest des Jahres überhaupt. In diesem Jahr begann das Neujahrsfest am 14. Februar und endete am 22. Februar, an dem der Bezirksvorsteher, Evangelist Daniel Metz, einen besonderen Gottesdienst durchführte.
Er diente mit dem Bibelwort aus Lukas 15, Verse 5 und 6: „Und wenn er´s gefunden hat, so legt er sich´s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war."
Daniel Metz bekundete seine Freude darüber, mit der anwesenden Gemeinde das vietnamesische Neujahrsfest zu feiern. Er wies dann auf das Gleichnis im Bibelwort hin, das doch zum Ausdruck bringe: Gott ist die Liebe! Über die Größe und Vielfältigkeit der Liebe Gottes mögen sich die Gemeindemitglieder im Laufe des neuen Jahres Gedanken machen und diese Liebe auch verspüren. Wie im Gleichnis, so gehe auch Gott den Seinen nach und bringe sie ins Vaterhaus zurück, wenn die eigenen Kräfte dazu nicht mehr ausreichten. Gott kenne jeden einzelnen Menschen bei seinem Namen, womit eine persönliche Beziehung hergestellt sei. Er wolle, dass jeder Mensch spüre, dass er/sie ihm wichtig sei, von ihm geliebt und von ihm getragen werde. Das Bewusstsein, sich getrost in die Hand Gottes fallen lassen zu können, begleite die Gemeinde mit Glaubensfreude und Zuversicht ins neue Jahr.
In seinem Predigtbeitrag erklärte Priester Friedbert Maul, Gemeindevorsteher der Gemeinde Weingarten, dass das Bild des verletzten Schafes auf den Nächsten übertragen werden könne. Das Handeln des Hirten stelle damit einen wichtigen Auftrag für die ganze Gemeinde dar.
Diamantene Hochzeit
Zu vietnamesischen Festgottesdiensten wird der Altar immer wunderschön geschmückt. Ein im Blumenarrangement verstecktes Herz mit der Aufschrift „60 Jahre“ verwies auf die bevorstehende Diamantene Hochzeit. Während ein Trio das Lied „Herr, den ich tief im Herzen trage" (Chorbuch Nr. 148) spielte, trat das Diamantene Hochzeitspaar vor den Altar.
Daniel Metz betonte, dass das Anliegen des Paares die Bitte gewesen sei, ihre Hochzeit nicht in den Mittelpunkt des Gottesdienstes zu stellen. „Wir wollen diesen Segen, um Gott Danke zu sagen für die gemeinsamen 60 Jahre“, so die Worte des Bräutigams.
„Euer gemeinsamer Lebensweg begann vor 60 Jahren in Weingarten. Diese 60 Jahre sind ein Werk der Liebe gewesen und somit ein Zeugnis der Liebe Gottes, die euch große Kräfte verliehen hat. Mit euren Erlebnissen könntet ihr Bücher füllen, wobei euch immer das Motto Einer trage des anderen Last... begleitet hat.“, so berichtete es Daniel Metz in seiner Ansprache. Bevor er den Trausegen spendete, gab er dem Diamantenen Paar ein Bibelwort aus 1. Korinther 13,8 mit auf den weiteren gemeinsamen Lebens- und Glaubensweg: „Die Liebe hört niemals auf, …“
Auf Wunsch der Braut sangen zwei Chorsängerinnen das Lied „Wohin wollt ihr, Pilger, ziehen, …“ (altes Gesangbuch Nr. 467), das als Geschenk für den Bräutigam gedacht war.
Nach dem Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem Hochzeitsessen in den unteren Kirchenräumen eingeladen: Es gab Maultaschen und Kartoffelsalat. Auch die vietnamesische Gemeinde bot ein üppiges Festessen mit vielen traditionellen Speisen. Allen sah man an, dass dieser 22. Februar 2026 ein Fest- und Freudentag war. Leider verging die Zeit wie im Fluge und ein doppelter Festtag ging zu Ende.
PS: Damit dieses Fest zustandekommen und so gelingen konnte, hatten viele fleißigen Hände mit angepackt. All diesen sei an dieser Stelle „Herzlichen Dank!“ gesagt.