So könnte man den dritten Seniorengottesdienst in diesem Jahr im Bezirk Bretten/Bruchsal in Maulbronn überschreiben.
Priester M. Müller, stellvertretender Bezirksvorsteher des Bezirks, diente – wie er gleich zu Beginn formulierte – einer besonderen und zugleich bunten Gemeinde.
Schon vor Beginn des Gottesdienstes stimmten das Seniorenorchester und der Chor die Besucher musikalisch auf die gemeinsame Feier ein. Dadurch entstand schon vor dem Gottesdienst eine feierliche Atmosphäre.
Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Geschwister, die sich an diesem Gottesdienst beteiligten. Jung und Alt, Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensgeschichten kamen zusammen, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern.
Gerade darin lag die besondere Bedeutung dieses Seniorengottesdienstes: Generationen miteinander zu verbinden, den gemeinsamen Glauben zu erleben und dabei den Blick nach vorne zu richten.
Mehr Generationen – ein Glaube – eine Zukunft – ein Ziel.
Diese vier Gedanken machten deutlich, dass Glaube keine Frage des Alters ist. Jeder Mensch kann mit seinen Erfahrungen, seinen Fähigkeiten und seinem persönlichen Beitrag Teil einer lebendigen Gemeinschaft sein.
Mit den Worten des Apostels Paulus aus Philipper 3,13: „Ich strecke mich nach dem, was da vorne ist, und vergesse, was dahinten ist“, verdeutlichte Priester M. Müller, wie wichtig es sei, Vergangenes loszulassen und den Blick auf das gemeinsame Ziel zu richten.
Jeder Mensch sei durch seine Erziehung und seine persönliche Lebensgeschichte geprägt. Gerade deshalb sei es wichtig, generationenübergreifend aufeinander zuzugehen. So werde beispielsweise nicht der unterschiedliche Musikgeschmack zum entscheidenden Punkt, sondern vielmehr die Botschaft, die durch die Musik vermittelt werde und Menschen miteinander verbinde.
Priester M. Haberstroh, stellvertretender Gemeindevorsteher, ergänzte die Gedanken der Predigt auf lebendige und gehaltvolle Weise. Dabei lenkte er unter anderem den Blick auf das schöne Verhältnis von Schwiegermutter und Schwiegertochter: Beide wollten füreinander das Beste. Ein schönes Beispiel dafür, dass unterschiedliche Generationen voneinander lernen und einander bereichern können.
Der Gottesdienst war damit nicht nur eine Feier für Senioren. Er wurde zu einem Zeichen dafür, dass eine Gemeinde lebendig bleibt, wenn Generationen miteinander verbunden sind, füreinander da sind und gemeinsam ihren Glauben leben.
Ein Gottesdienst, der zum Nachdenken, aber ebenso zur Freude und zur Gemeinschaft eingeladen hat.
Mehr Generationen – ein Glaube – eine Zukunft – ein Ziel.