Die neuapostolische Kirchengemeinde Bruchsal hatte anlässlich des 100-jährigen Gemeindejubiläums am 8. Juni 2024 alle Gemeindemitglieder, den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Bruchsal und Vertreter der Städte und Ortschaften im Einzugsbereich zu einem Festakt in die feierlich dekorierte Kirche eingeladen. Des Weiteren nahmen Vertreter der neuapostolischen Partnergemeinde Schorndorf und ehemalige Gemeindemitglieder teil.
Nach dem eröffnenden Lied "Trust and Obey" des Komponisten John H. Sammis, vorgetragen durch den gemischten Chor, begrüßte Gemeindevorsteher Axel Seebach alle Festgäste auf das Herzlichste. Er hob dabei insbesondere das Füreinanderdasein in den letzten 100 Jahren in der Gemeinde hervor, ebenso das vielfältige ehrenamtliche Engagement.
Nachdem alle Anwesenden gemeinsam das Lied "Gott is da" von Peter Strauch gesungen hatten, sprach Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, ein Grußwort und beglückwünschte die Gemeinde zu diesem besonderen Jubiläum. 100 Jahre gelebte Gemeinde, hauptsächlich getragen durch die ehrenamtlich tätigen Gemeindemitglieder, seien ein großartiges Zeugnis des Miteinanders und ein wichtiges gesellschaftliches Element der Stadt Bruchsal.
Im nächsten Programmpunkt begeisterte der Kinderchor mit dem Lied "Was bei den Menschen unmöglich ist" von Dirk Pfau, unterstützt von Schlagzeug und Klavier. Danach trat Bischof Jörg Vester als Vertreter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland ans Rednerpult. Zu Beginn seines Grußworts stellte er, zahlenmäßig zum Jubiläum passend, den 100. Psalm* und den dort formulierten "Aufruf zum Lob Gottes" in den Mittelpunkt. Wie damals der Tempel möge die Kirche in Bruchsal ein Ort zum Loben und Danken sein und bleiben. Er wies in seinen weiteren Worten auch auf einige entscheidende Veränderungen in der Kirche in den letzten Jahrzehnten hin, die eine vertiefte Zusammenarbeit in der Ökumene ermöglichten.
Das Orchester spielte danach das bekannte Taizélied "Meine Hoffnung und meine Freude" von Jacques Berthier, in dem sowohl Quer- als auch Blockflöte mit Oberstimmen zum Einsatz kamen. Nachfolgend sprach Marieluise Gallinat-Schneider ein Grußwort im Namen der ACG Bruchsal. Als eines von drei Vorstandsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft ging sie auf die jüngste Geschichte der ACG Bruchsal ein, in welche die Neuapostolische Kirche Bruchsal im Jahr 2012 als Gastmitglied beitreten konnte. Umso größer sei nun die Freude, dass nach Veränderungen in der Kirche und nach Zustimmung der ACK Deutschland nunmehr auch die Vollmitgliedschaft möglich sei und diese heute für Bruchsal offiziell vollzogen werden solle. In den letzten Jahren wurde schon vieles gemeinsam gestaltet, darunter ökumenische Bibeltage, Stolpersteinverlegungen, ökumenische Friedensgebete und Gottesdienste. Als finale Bestätigung der Vollmitgliedschaft, die in der ACG-Sitzung am 4. Juni 2024 per einstimmigem Votum aller Anwesenden angenommen wurde, unterzeichneten Gemeindevorsteher Axel Seebach und Marieluise Gallinat-Schneider die kürzlich erneuerte Satzung der ACG Bruchsal.
Mit dem danach vorgetragenen Lied "Du hast uns als Gemeinde in Deinen Dienst gestellt" von Bärbel Lindhüber unterstrich der gemischte Chor noch einmal das Gemeinsame, das uns als Christenmenschen miteinander verbindet. Nach den dann folgenden Schlussworten durch Gemeindevorsteher Axel Seebach und dem gemeinsam gesungenen "Großer Gott, wir loben Dich" nach dem Te Deum von Ignaz Franz waren alle Anwesenden zum Sektempfang geladen. In dem mit viel Liebe vorbereiteten Foyer der Kirche fand der denkwürdige Tag mit schönen Begegnungen und Gesprächen einen runden Abschluss.
Ein großes Dankeschön gilt allen, die zum Gelingen des Festakts beigetragen haben: In der Planung und Vorbereitung, in der Probenarbeit, in der Durchführung (hier auch besonders unseren Organisten) und nicht zuletzt beim Aufräumen, Spülen und Abbau.
*Aufruf zum Lob Gottes
1 Ein Psalm zum Dankopfer. Jauchzet dem HERRN, alle Welt! 2 Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! 3 Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.[1] 4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, / zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! 5 Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.