Das gemeinsame Eingangslied „O seliger Sonntag, du Tag meines Herrn“ stimmte die rund 200 Teilnehmer aus dem Seniorenkreis des Kirchenbezirks Bretten/Bruchsal auf den Gottesdienst ein und wies schon auf das Bibelwort aus 2. Mose 20, Vers 8 hin: „Gedenke des Sabbattages, dass Du ihn heiligst.“
Mit dem zu Beginn des Gottesdienstes vorgetragenen Lied „Heilig, heilig, heilig“ füllte der große Seniorenchor, begleitet von Orgel und Trompete, den Kirchenraum aus und verbreitete eine besondere Atmosphäre.
Das im Lied besungene Walten Gottes übersetzte der stellvertretende Leiter des Kirchenbezirks Uwe Freier mit dem Walten der Liebe Gottes. Liebe führe zu Verbindung mit Jesu, aber auch zu Verbindung untereinander, im Denken aneinander und Beten füreinander. Im Raum der Liebe könne eine innere Ruhe und der immense Reichtum des Glaubens erlebt werden.
Die Predigt stellte das Bibelwort in schöner Weise in aktuellen Bezug zum Christsein heute. Sabbat heiße übersetzt „Ruhe Gottes“. Gott musste sich nicht ausruhen. Er habe den Feiertag für die Menschen gemacht, damit sie zur Ruhe kommen können, um Gottes geistige und irdische Schöpfung zu loben und zu preisen.
Den Israeliten habe Gott die Gebote als Anleitung gegeben, wie sie sich Gott gegenüber, aber auch untereinander verhalten sollen. Schön sei, wenn nach und nach aus dem du sollst ein ich will wird: Ich will dem Nächsten Gutes tun, nach Jesu Vorbild. Oftmals reiche dem Nächsten ein Lächeln, ein Händedruck und Interesse an ihm.
Der Höhepunkt des Gottesdienstes bestand in der Sündenvergebung und der Abendmahlsfeier. Im Heiligen Abendmahl könne ein Christ Frieden in seiner Beziehung zu Gott schaffen. Sünde, die trennt, entstehe oft durch unvorsichtiges Handeln und durch Missverständnisse. Auch hier sei es sehr wertvoll, Zeit der Ruhe zu schaffen, um zu prüfen, wie die eigene Beziehung zu Gott ist.
Aus dem Gottesdienst nahmen die Teilnehmer Ruhe mit in den Alltag und die Bestärkung darin, Gutes zu tun dem Nächsten. Auch vermittelte der Gottesdienst die Erfahrung, dass in Gottes Nähe die schönste Heiligung des Feiertags erlebt werden kann.
Mit dem gemeinsamen Lied „Aus Gnaden erwählt“ und einem freudigen „Happy Birthday“ für einen jung gebliebenen Gottesdienstteilnehmer, der an diesem Tag seinen 80. Geburtstag feiern durfte, endete das freudige Zusammensein.