Bei hochsommerlichen Temperaturen feierten rund 500 Jugendliche am Samstag, 27. Juni und Sonntag, 28. Juni 2026 ein Fest der Gemeinschaft und des Glaubens in der Kulturhalle Remchingen und machten sie damit zum kurzzeitigen Mittelpunkt des Apostelbereichs Karlruhe.
„Herr, ich komme zu dir“ – mit diesem Lied aus dem Ergänzungsheft Nummer 5 startete der Jugendchor in den Gottesdienst zum Jugendtag in Remchingen. Einen Tag vorher, am 27. Juni 2026, waren die Jugendlichen bei sommerlichen Temperaturen in der klimatisierten Halle zusammengekommen. „Bei diesem Wetter könnte man sich fragen, ob man zu viel für gutes Wetter gebetet hat“, begrüßte Apostel Daniel Habich die Jugendlichen. „Aber keine Sorge: Man kann nicht zu viel beten.“ Der Jugendtag stand unter dem Jahresmotto: „Fürchte dich nicht, glaube nur“. Und der Apostel riet den Jugendlichen: „Fürchte dich nicht, genug Wasser zu trinken. Glaube nur, es ist genug da“. Und: „Fürchte dich nicht, andere anzusprechen. Glaube nur, du musst nicht allein sein, du bist willkommen.“ Mit einem Gebet eröffnete er den Jugendtag.
Nur mit Jesus (Ergänzungsheft 2)
Das Hauptlied beschreibt die Aktivitäten und Workshops am Samstag: Immer war Jesus mitgedacht. Sei es, dass die Jugendlichen im KI-Workshop Ideen ausprobierten, die Künstliche Intelligenz für die Kirche zu nutzen: einen Jugendabend organisieren oder eine App entwickeln, mit dem Feedback zum Jugendtag gegeben werden kann. Oder im Escape Room, aus dem die kleine Gruppe Jugendlicher nur entkommen konnte, wenn sie die Bibelstellen richtig las.
We shall be glad (Ergänzungsheft 16)
"Wir werden uns freuen" heißt der Titel des ersten Zwischenliedes auf Deutsch, das der 150-köpfige Jugendchor sang. Freudig dabei waren die Jugendlichen auch bei der Abendveranstaltung. Obwohl es nichts zu gewinnen gab als Lollis und das Recht, beim nächsten Apostelbereichsjugendtag die Abendveranstaltung zu planen, gaben die Teams der sieben Bezirke alles bei den verschiedenen Fragerunden der "Wer stiehlt mir die Samstagabend-Show". Beispielsweise wurde Allgemeinwissen abgefragt wie, wie viele Apostelbereiche es in Süddeutschland gibt (6). Oder Lieder sollten im falschen Rhythmus erkannt werden. Im spannenden Finale des Karaoke-Duells gewann Mannheim-Weinheim knapp gegen Pforzheim mit Schnappi.
With you I can (Ergänzungsheft 17)
Wie im zweiten Zwischenlieb beschrieben ist mit Gott alles möglich und mit anderen Jugendlichen zusammen macht vieles mehr Spaß. Beim Blumenschmuck für den Gottesdienst stecken oder Armbänder basteln konnten sich die Jugendlichen unterhalten und neue Freunde finden. Apropos unterhalten: Apostel Daniel Habich freute sich über jeden Jugendlichen, der ihn ansprach, getreu nach dem Motto: "Fürchte dich nicht, uns Geistliche anzusprechen. Glaube nur, sie beißen nicht."
Du bist stets nur ein Gebet entfernt (Ergänzungsheft 6)
Nachdenklich wie das dritte Zwischenlied klang, waren die Jugendlichen an der Gebetswand, auf die sie ihre Gebete schreiben konnten oder die anderen lesen. Für Ängste und Sorgen gab es einen Baum, in dessen Geäst Bibeln bereitstanden mit Hinweisen zu Bibelversen, die Trost spenden können.
Ich glaube, wenn ich zweifeln sollte (Ergänzungsheft 20, Strophe 2)
Es ist leicht zu glauben, dass Apostel Habich immer die Bibel mit in den Urlaub nimmt. Tatsächlich ist immer ein Spiel dabei, das er gern mit seiner Familie spielt. Das erfuhren die Jugendlichen unter anderem in einer Frage-Antwort-Runde mit dem Apostel. Das Spannende dabei: Die Fragen wurden nicht einfach gestellt und beantwortet, sondern es gab immer vier Antwortmöglichkeiten und mit dem Online-Tool Mentimeter riet zunächst das Publikum, was die Antwort sein könnte, dann der Bischof Jürg Vester. Zu gewinnen gab es für den Jugendlichen mit den meisten richtigen Antworten: Ein gemeinsames Essen mit dem Apostel, der zahlt. Zu verlieren gab es für den Bischof: Bei mehr als zwei falschen Antworten lädt er die Jugendlichen der sieben Bezirke bei Jugendabenden auf ein Eis ein.
Coming back to my Lord (Ergänzungsheft 15)
Dieses Versprechen stand am Abschluss des Höhepunkts des Jugendtags, dem Gottesdienst mit dem Apostel. Grundlage war Psalm 23,4: "Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich". Warum wählt so ein junger Apostel ein Bibelwort aus dem Alten Testament?, könnte man sich hier fragen. Der Grund sei, dass der Psalmist, David, viele Parallelen mit den Jugendlichen habe. Als kleiner, äußerlich schmächtiger Junge sei er bereits zum König gesalbt worden. "Egal, wie unsicher du dich fühlst, für wie begabt du dich hältst, Gott hat dich erwählt und Großes mit dir vor", versicherte der Apostel. Und ja, auch die jungen Glaubensgeschwister seien berufen, Könige zu sein, so könne man es im neunten Glaubensartikel nachlesen. Dort heißt es, dass die Gläubigen zur königlichen Priesterschaft gehören. "Ich habe richtig Lust, mit euch zusammenzuarbeiten", sagte der Apostel, "Dass noch viel mehr Menschen von der Liebe Christi mitgekommen." Wie David vor der Herausforderung stand, den viel stärkeren Gegner Goliat zu besiegen, stehen Jugendliche heute vor den großen Herausforderungen Prüfungen, Konflikte in der Familie oder Krankheiten. Gott wirkte bei David mit der innovativen Idee, den übermächtigen Gegner mit einer einfachen Steinschleuder zu besiegen. Eine weitere Szene aus Davids Leben erwähnte der Apostel mit der Begegnung mit dem schlafenden amtierenden König Saul in einer Höhle. David hätte ihn töten können, aber er bekämpfte das Böse mit Gutem.
Den Stecken aus dem zweiten Teil des Bibelworts übersetzte Apostel Habich für die Jugendlichen mit dem Glauben an den Heiligen Geist. Zur Zeit der Bibel war ein Stecken eine Waffe gegen Tiere und man brauchte ihn, um den Weg freizumachen. Der Glaube an den Heiligen Geist gibt, wenn man betet und für die innere Stimme offen ist, Impulse, wie man Herausforderungen bekämpft. Der Stab hielt auf gefährlichen Wegen standhaft. Daher setzte ihn der Apostel mit dem Glauben an das geistliche Amt gleich. Jesus habe die Apostel berufen, weil er sie brauche. Apostel Habich betonte, dass ein Amt nicht da sei, um den Menschen wichtig zu machen, sondern dass die Menschen hinter dem Amt Jesus Christus wichtig machen. "Nehmt eure Seelsorger in Anspruch", appellierte er an die Jugendlichen. "Sie sind Gesandte Gottes mit der Aufgabe, sich um euch zu kümmern. Sie sind euer Stab, sie führen euch und sie unterstützen euch."
Coming back – die rund 500 Teilnehmer freuten sich, dass sie in zwei Jahren wieder zu einem Jugendtag wie diesen zurückkommen können. Mit diesem Versprechen endete der Apostelbereichsjugendtag.
Viva La Vida
Mit dem Ende des Jugendtags begann die Generalprobe des Benefiz-Werkstattkonzerts für das Frauenhaus in Pforzheim unter der Leitung von Larissa und Holger. Mit dem Kanon "Viva La Vida" lief der Chor unter großem Applaus ein. Die jugendlichen Sänger zeigten, dann, dass sie nicht nur fetzige und mitreißende Lieder können, sondern auch ruhige und nachdenkliche. Mit "Weißt du wieviel Sternlein stehen" endete der erste Block und in der Pause zeigte Tanja Göldner, die Leiterin des begünstigten Frauenhauses, ihre Dankbarkeit, Teil dieser Veranstaltung sein zu dürfen, und stellte die Einrichtung vor. "Das Frauenhaus ist ein anonymer Ort, an dem viele Frauen, deren Kinder Schutz suchen, neuen Mut schöpfen", sagte sie unter anderem. Die Spende des Konzerts finanziere für die Frauen Auszeiten wie der Besuch des Freizeitparks Tripsdrill. Der zweite Block begann wieder leise, aber natürlich riss der Jugendchor bei Liedern wie "I Live in Christ, He Lives in Me" das Publikum mit. Wie viel das Benefiz-Konzert an Spenden erzielt hat, wird dann in den nächsten Wochen zur Spendenübergabe verraten.
Text: Katrin Löwen
Bilder: CC. Spindler